Rosa Schwarz

geb. Ziegelmann

27.10.1904

25.11.1941

Lebensdaten

Geburtsdatum

27.10.1904

Geburtsort

Nürnberg

Letzte Adresse

Schwanenstraße 7

Adressen

Oskar-von-Miller-Straße, Schwanenstraße

Deportiert am

22.11.1941

Deportiert nach

Kaunas

Todesdatum

25.11.1941

Todesort

Kaunas

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Biografie

geb. Ziegelmann am 27. Oktober 1904 in Nürnberg; Tochter von Minna (Mindel) Feldmann aus Lomna am Stryj, Modistin bei Hermann Tietz in München) und Julius Ziegelmann, Kaufmann für Häute und Fellezeitweise in Limburg an der Lahn; Schwester von David Ziegelmann (23. September 1903 in München, Flucht nach Palästina, Haifa), Lina Regina Rubinfeld, geb. Ziegelmann (23. Mai 1907 in Nürnberg, Flucht nach Palästina, Doret), Ernestine (Erna) Friedmann, geb. Ziegelmann (4. Oktober 1909 in Frankfurt am Main (oder 10.10. 1913?) - 25. November 1941 in Kaunas, Fort IX), Dora Doff, geb. Ziegelmann (in Frankfurt am Main, Flucht nach Palästina, Haifa), Max Ziegelmann (11. Februar 1915 in Frankfurt am Main, Flucht in die USA, Berta Friedmann, geb. Ziegelmann (5. (oder 17.) Februar 1916 in Frankfurt am Main - 25. November 1941 in Kaunas, Fort IX); Heirat mit Josua (Shyja, Szyja) Schwarz (6. Februar 1890 in Rybotycze, Polen, später wohnend in Paris); Mutter von Manfred (1. Januar 1933 in Frankfurt am Main - 25. November 1941 in Kaunas, Fort IX); Hantschi (16. Juli 1935 in Frankfurt am Main - 25. November 1941 in Kaunas, Fort IX); Bela (30. September 1939 in Frankfurt am Main - 25. November 1941 in Kaunas, Fort IX); staatenlos; Wirtschaftsverwalterin.

Die Familie wohnte seit 1908 in Frankfurt. Rosa Schwarz besuchte den Jüdischen Kindergarten im Baumweg 5, anschließend vermutlich die Jüdische Volksschule. Nach erfolgreichem Abschluss der Israelitischen Handels- und Ökonomieschule, Königswarter Straße 11, arbeitete Rosa Schwarz als Wirtschaftsverwalterin. Später war sie im Geschäft ihres Vaters beschäftigt. Er handelte mit Artikeln für den Metzgereibedarf; Rosa Schwarz leitete die Abteilung Herstellung und Vertrieb von Metzgerbekleidung. Geschäftsadresse Oskar-von-Miller-Straße 4 (Obermainstraße), Lager im Ziegelhüttenweg (Hausnummer nicht bekannt). Letzte Frankfurter Adresse zusammen mit den Eltern Schwanenstraße 7.

Rosa Schwarz wurde am 22. November 1941 zusammen mit ihren acht-, zwei- und sechsjährigen Kindern und den Eltern bei der dritten großen Deportation aus Frankfurt laut Deportationsliste nach Riga verschleppt, das bislang irrtümlich als Sterbeort galt und deshalb auch auf dem Namenfries der Gedenkstätte Neuer Börneplatz aufgeführt ist. Der Transport erreichte jedoch seinen ursprünglichen Bestimmungsort nicht und wurde wegen Überfüllung des dortigen Gettos nach Kaunas umgeleitet, wo die Frankfurter Verschleppten, darunter wahrscheinlich auch Rosa Schwarz und ihre Angehörigen, am 25. November 1941 ausnahmslos ermordet wurden. Auch ihre beiden Schwestern sowie die Nichte starben in Kaunas. Das Todesdatum für Rosa Schwarz und ihre Kinder wurde auf den 8. Mai 1945 festgesetzt.

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Glossar

Biografie zuletzt aktualisiert am: 11.01.2025 03:09

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