01.01.1933
–25.11.1941
Geburtsdatum
01.01.1933
Geburtsort
Frankfurt am Main
Letzte Adresse
Schwanenstraße 7
Adressen
Oskar-von-Miller-Straße, Schwanenstraße
Deportiert am
22.11.1941
Deportiert nach
Kaunas
Todesdatum
25.11.1941
Todesort
Kaunas
zweiter Vorname laut Entschädigungsakte Markus; geboren am 1. Januar 1933 in Frankfurt am Main; Sohn von Rosa Ziegelmann (27. Oktober 1904 in Nürnberg - 25. November 1941 in Kaunas, Fort IX) und Josua Schwarz; dem Vater gelang die Flucht in das französische Exil; Bruder von Bela und Haentschi Schwarz; Enkel von Julius Ziegelmann und Minna Ziegelmann, geb. Feldmann; Neffe von Berta Friedmann, geb. Ziegelmann, und Erna Friedmann, geb. Ziegelmann; Cousin von Judith Friedmann; staatenlos; Schüler.
Nach erfolgreichem Abschluss der Israelitischen Handels- und Ökonomieschule, Königswarter Straße 11, arbeitete die Mutter als Wirtschaftsverwalterin. Später war sie im Geschäft des Großvaters beschäftigt. Er handelte mit Artikeln für den Metzgereibedarf; die Mutter leitete die Abteilung Herstellung und Vertrieb von Metzgerbekleidung. Geschäftsadresse Oskar-von-Miller-Straße 4 (Obermainstraße), Lager im Ziegelhüttenweg (Hausnummer nicht bekannt). Manfred Schwarz besuchte die Samson-Raphael-Hirsch-Schule (Heinrich-von-Gagern-Gymnasium). Letzte Frankfurter Adresse Schwanenstraße 7 (bei Gromb) gemeinsam mit der Mutter und den Großeltern.
Von dort wurde Manfred Schwarz am 22. November 1941 im Alter von acht Jahren zusammen mit seiner Mutter, den zwei- und sechsjährigen Geschwistern und den Großeltern bei der dritten großen Deportation aus Frankfurt laut Deportationsliste nach Riga verschleppt, das bislang irrtümlich als Sterbeort galt und deshalb auch auf dem Namenfries der Gedenkstätte Neuer Börneplatz aufgeführt ist. Der Transport erreichte jedoch seinen ursprünglichen Bestimmungsort nicht und wurde wegen Überfüllung des dortigen Gettos nach Kaunas umgeleitet, wo die Frankfurter Verschleppten, darunter wahrscheinlich auch Manfred Schwarz und seine Angehörigen, am 25. November 1941 ausnahmslos ermordet wurden. Das Todesdatum für Manfred Schwarz und seine Angehörigen wurde auf den 8. Mai 1945 festgesetzt.
Deportationsliste Riga 22.11.1941
HHStAW Best. 518/11535, Paket 805/W-35780 Bde. 1-2 (Onkel), Paket 805/W-35781 Bde. 1-2 (Tante), Paket 1042/W-52903-52904 (Großeltern), Paket 1076/W-32999 (Mutter), 33000, 36868 (Schwester), 36869 (Schwester)
Brüder-Schönfeld-Forum e.V., Digitale biografische Sammlung zum 3. Transport der Juden aus Frankfurt nach Kaunas in Litauen, Maintal 2021.
Biografie zuletzt aktualisiert am: 11.01.2025 03:09